Sein und Zeit

Soviel zu tun. So wenig Zeit. Soviel Angst. Und soviel Hoffnung. Endlich wieder Hoffnung. Nach all den Jahren im Dunkeln ist plötzlich wieder Licht da. Licht und Liebe. Und Vertrauen.

Ich hab aber Angst. Angst, alles zu verlieren, wie ich immer alles verloren habe. Mama, Du fehlst mir so. Was ist denn übrig von Deinem Leben? Ein paar Postkarten, alte Kleider, ein paar Photos… Aber in unseren Herzen, da lebst Du weiter, da lachst Du noch. Und hörst mir zu. Und grinst. Und nagst an Knochen. So wie früher. Warum konntest Du nicht länger bleiben?

Der Dichter soll kraft seiner worthaften Gnade das Unnennbare benennen, namhaft machen, damit die Zeitklüfte überwinden helfen, die Ursprünge sichtbar machen, die Zukunft vorwegnehmen

Martin Heidegger